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Herausforderung für die Gesundheit: Fettleibigkeit, ein schwerwiegendes Problem

02-12-2016 | Artikel
  • Weltweit gibt es inzwischen mehr stark übergewichtige als untergewichtige Menschen
  • Fettleibigkeit bei Kindern ist ein weltweit zunehmendes Problem
  • Keine Wunderwaffe: Mehrschichtiger Ansatz erforderlich 
  • Healthy Living-Bewegung gibt Impulse und setzt Trends

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Die Fettleibigkeit wird definiert als Überschuss an Körperfett gemessen am Body Mass Index (BMI). Als übergewichtig gelten Menschen mit einem BMI von 25 oder mehr, ab einem BMI von 30 beginnt die Fettleibigkeit. Den jüngsten Daten zufolge gibt es weltweit inzwischen fast 2 Milliarden übergewichtige Erwachsene, von denen 600 Millionen sogar fettleibig sind.
 
Erkennbar ist diese Problematik auch ohne wissenschaftliche Messgrössen oder demografische Statistiken.

Dass der Anteil stark übergewichtiger Menschen in den Industrieländern zunimmt, mag keine Überraschung sein. Alarmierend ist aber die zunehmende Verbreitung der Fettleibigkeit in aller Welt. Die Zahl der stark übergewichtigen Menschen hat sich seit 1980 verdoppelt.
 
Durch die Urbanisierung, den damit verbundenen demografischen Wandel und die rasante Verbreitung des convenience-orientierten Ess- und Einkaufsverhaltens werden diese Zahlen noch weiter ansteigen.
 
Die Betroffenen und die Gesellschaft zahlen einen hohen Preis für zu hohes Körpergewicht – durch eine Verschlechterung der Lebensqualität, eine Verringerung der Produktivität und vor allem durch die zahllosen Krankheiten, die in einem direkten Zusammenhang mit der Fettleibigkeit stehen. An erster Stelle sind dies Typ-2-Diabetes, Herzprobleme, Schlaganfälle, Bluthochdruck, Krebs und unzählige weitere Erkrankungen. 
  
Angesichts der enormen Bedeutung der Fettleibigkeit als Kostenfaktor und Wachstumsbremse sind erste Regierungen bereits aktiv geworden und haben Steuern auf salz- und zuckerhaltige Produkte erlassen. Um die starke Verbreitung der Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes im eigenen Land zu bekämpfen, erhebt Mexiko seit 2014 eine Steuer auf Süssgetränke (die für ihren hohen Zuckergehalt bekannt ist). In Grossbritannien sind für 2018 ähnliche Schritte geplant. 
 
Die Lebensmittel- und Getränkebranche reagiert unterschiedlich, mit einer Mischung aus Kampf und Flucht. Einige der grossen, kapitalkräftigen Markenhersteller protestieren lautstark gegen die staatliche Beschränkung der Wahlfreiheit der Verbraucher. Andere investieren verstärkt in die Erforschung und Entwicklung kalorienarmer Alternativen mit geringem Zucker- und Salzgehalt. Gleichzeitig eröffnen sich neue Positionierungsmöglichkeiten für kleinere Marken, vor allem im Bereich der Bio- und Naturprodukte.
 
Der Markt ist so gross wie die Nachfrage nach natürlichen Nahrungsmitteln. Für eine «gesunde» Nachfrage sorgt allein die Generation der Babyboomer, die gesund und fit altern möchte. Aber auch jüngere Generationen, für die Fitness gleich Spass ist, greifen nach gesünderen Alternativen.